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 Ein Sonnenprisma

Das Sonnenprism am R100 Normalerweise beobachte ich die Sonne mit einem Objektivfilter aus Baader Solarfolie - eine preisgünstige Lösung zur Beobachtung mit voller Öffnung bei guter Bildqualität. Mein interesse an der Alternative 'Sonnenprisma' entstand durch den Wunsch, statt mit meinem kurzbrennweitigen Refraktor mit dem Schiefspiegler die Sonne beobachten zu können. Bekanntermaßen kann man beim klassischen Kutter-Design nicht mit einem Objektivfilter arbeiten. Es bleibt also nur okularseitige Schwächung des Sonnenlichts
, die mit einer unverspiegelten Glasfläche (unverspiegeltes Prisma, Pentaprisma oder Glasplatte) erzielt werden kann. Da das verbleibende Licht polarisiert ist kann es mit einem nachgeschal- teten drehbaren Polfilter weiter variabel abgeschwächt werden.



Das Sonnenprisma im VersuchsaufbauFür einen ersten Test verbaute ich ein 20mm-Prisma aus einem Feldstecher in einem Gehäuse aus Aluminium-Vierkantrohr (im Bild links noch im Versuchsaufbau vor Schwärzung innen) und
Messing-Steckhülsen aus einem früheren Selbstbauprojekt.
Als Pol- bzw. Graufilter kamen 34mm-Filter aus dem Photozubehör- handel zum Einsatz, wie sie für zweiäugige Rollfilmkameras verwendet wurden. Durch den großen Filterdurchmesser kann die Okularsteckhülse direkt in eine leere Filterhalterung geklebt werden wie auch eine leere Filterhalterung in das Gehäuse eingeklebt ist. Dazwischen sitzt das Filterpaket aus drehbaren Polfilter und ND8-Graufilter, das allerdings immer noch ein zu helles Sonnenbild ergibt.




Erste Tests am R100 waren enttäuschend - das Sonnenbild war flau und von deutlich schlechterer Definition als mit der Baader-Filterfolie. Mein erster Verdacht fiel auf das Prisma, das ich gegen ein Carl Zeiss Jena-Prisma von BW-Optik austauschte, das ursprünglich im Prüflabor verwendet worden war. Ein Gewinn an Bildschärfe brachte das nicht, so daß als weitere Schwachstelle die Filter in Frage kommen. Hier ist qualitativ hochwertiger Ersatz nicht so einfach zu erhalten, da diese Filtergröße heute eher ungewöhnlich ist. Vermutlich muß ich auf 1
¼"-Filter entsprechender Qualität aus dem Astronomiebereich umsteigen, was einen Umbau der Okularseite bedeutet.
Vorerst bleibt der Sonnenfolienfilter also erste Wahl.

 

 

                          

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